Ein „bunter Strauß“ von Neuankömmlingen

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Beim ersten Me Made Mittwoch des Jahres ging es ja um das Lieblingsstück 2020. Ich habe dort bewusst keine neu genähten Kleidungsstücke gezeigt. Aber nichts desto trotz ist hier doch einiges entstanden, welches ich euch nunmehr zeigen möchte. Ich war nämlich durchaus fleißig seit den zuletzt gezeigten Weihnachtskleidern.

Zum einen habe ich mir ein paar legere Oberteile genäht. Davon wird es im Februar noch mehr geben, denn ich habe gemerkt, dass ich all die tollen Teile bedingt durchs Homeoffice und dem Lockdown nicht so häufig trage, wie es ihnen gebührt. Stattdessen ist mir gerade nach viel Kuschelmode. Aber dazu demnächst mehr.

Hier kommt erstmal mein Hoodie Frikka aus der fibremood. Das Schnittmuster habe ich kostenlos downloaden können für eine Sewalong, bei dem ich dann aber nicht teilnahm. Die aufgezeichneten Video von fibremood kann man noch auf IGTV sehen. Aber wirklich gebraucht habe ich das nicht, denn der Schnitt ist denkbar einfach, nur die Kapuze ist etwas speziell gearbeitet.

Als ich den Schnitt das erste Mal sah, dachte ich: noch ein Hoodie-Schnittmuster, wie langweilig. Aber inzwischen habe ich mich regelrecht verliebt. Er ist so lässig ganz ohne Bündchen, mit leicht überlangen Ärmeln, die ich so liebe und der leichten Crop-Optik, wenn man die Länge mit dem Bindeband nach oben schoppt.

Als Band habe ich ein Fischgrat-Webband genommen und keines aus dem Sweat genäht, fand ich besser und hatte ich aus einem Fehlkauf noch übrig. Der Sweat ist übrigens der Hammer, so weich und edel und innen kuschelig angeraut. Den hab ich mir in einer anderen Farbe gerade wieder bestellt.

Schnitt: Frikka von fibremood

Stoff: Softsweat* GOTS weiß (in der Farbe nicht mehr erhältlich)

Arbeitsaufwand: 5:15 h

Kosten: 28 €

Das zweite Shirt stand schon lange auf meiner Liste und der Stoff lag auch ein paar Monate. Ich wollte unbedingt mal Scuba vernähen. Gewählt habe ich einen hellen Curryton, innen ist der Jersey hellgrau. Es standen mehrere Schnitte zur Wahl, entschieden habe ich mich für ein Schnittmuster mit angeschnittenem Kragen, damit ich es etwas wärmer habe. Allerdings ist der Stoff eher etwas für den Übergang und in die weiten Ärmel zieht es auch rein. Aber die Optik gefällt mir super.

Das Shirt war schnell genäht und ist wirklich wie von Burda beschrieben „super easy“. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich es mit anderen Teilen meiner Garderobe eher schwer kombinieren kann. Am Besten passt das Shirt zu Jeans – immerhin.

Schnitt: Modell 116B aus Burdastyle 01/2020

Stoff: Scuba-Jersey* über Alles für Selbermacher (auch hier die Farbe nicht mehr vorhanden)

Arbeitsaufwand: 4,5 h

Kosten: 22 €

Und dann habe ich mal wieder gestrickt. Neben einem Pullunder für meinen Mann (ohne Foto) ist auch ein Pullunder für mich entstanden. Ich war mir lange nicht sicher, ob ich überhaupt Pullunder gut finde und brauche, da ich immer friere und dachte, auch die Arme müssen warm sein. Im Ergebnis merke ich aber, dass das Teil wirklich gut warm hält und ich nichts vermisse.

Gestrickt habe ich den Holiday Pullunder, aber nicht in der Originalwolle, da mir die einfach zu teuer war und ich mit reiner Wolle oft das Problem habe, dass es mir kratzt. Stattdessen habe ich sehr preisgünstiges Garn von Rellana erstanden, dass 80 % Polyacryl und nur 20 % Schurwolle hat und ungemein weich und kuschelig ist.

Beim Kauf habe ich aber nicht bedacht, dass es sich um 100 g-Knäuel handelt und habe 7 Stück gekauft, von der ich inzwischen noch einen Schal und eine Mütze gestrickt habe, eine zweite Mütze habe ich gerade angefangen. Alles in allem super ergiebig und regelrecht billig.

Anleitung: Holiday Pullunder von PetiteKnit

Garn: Pronto von Rellana*

Kosten: 12 €

Und auch der Rock ist neu. Er ist bereits Teil meiner #resteundupcyclingchallenge, die ich auf Instagram gestartet habe. Vom Esme-Cardigan hatte ich noch ca. 50-60 cm Rest, obwohl ich genau nach Stoffverbrauch gekauft hatte. Den wollte ich sinnvoll nutzen. Jenny hatte als Idee vorgeschlagen, den Rock „Scheene Lene“ von Echt Knorke zu nähen. Die Idee fand ich gut, wollte mir allerdings den Schnitt nicht extra kaufen, sondern schaute stattdessen nach Alternativen bei Burda.

Und ich bin fündig geworden. Ich habe einen ganz ähnlichen Rock gefunden, bei dem allerdings die Nahttaschen fehlten und der nicht gefüttert war. Beides habe ich ohne Probleme ergänzen können. Der Stoff ist etwas dick für einen Rock, vor allem Beleg merkt man das.

Futterstoff hatte ich auch noch von einem anderen Projekt, vermutlich einem Wintermantel, übrig und der Reißverschluss stammt aus einem gerade aufgetrennten Rock, den ich nicht mehr anziehe. Mit dem Ergebnis bin ich sehr happy und froh, aus diesem tollen Restestoff noch ein richtig ordentliches, tragbares Kleidungsstück produziert zu haben.

Schnitt: Modell 135 Burdastyle 08/2012

Stoff: Fischgrat Schurwolle von 1000stoff

Arbeitsaufwand: 5 h

Kosten: 24 €

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6 Kommentarte
  1. Susanne 5 Monatenvor
    Antworten

    Cool, deine Sweater; interessante Schnitte, die mit den Farben toll zur Geltung kommen.
    Und Pullunder mag ich selbst sehr gerne; ich habe hier auch noch eine (andere) Pullunder-Anleitung von PetiteKnit, die auf Umsetzung wartet, da ich gerade noch einen Pullover auf den Nadeln habe.
    Klasse auch dein Fischgratröckchen, bei dem du ja schon ordentlich Reste verwerten konntest.
    LG von Susanne

  2. Wahnsinn was du so alles fertigstellst! Deine Teile gefallen mit wieder sehr gut.
    LG
    Christine

  3. lila und gelb 5 Monatenvor
    Antworten

    Das sind wieder schöne Inspirationen für mich, Deine genähten Stücke. Besonders der gelbe Sweater gefällt mir gut und wäre mir im Heft nie aufgefallen.
    VG
    Birgit

  4. Silke 5 Monatenvor
    Antworten

    Hach bin ich neidisch,besonders darauf, dass du Zeit für all die schönen Sachen hattest.

  5. […] trägt sich einfach traumhaft. Ich habe ihn schon zum zweiten Mal verarbeitet (derselbe wie bei der Frikka) und liebe das […]

  6. […] Jahres hatte ich zur #resteundupcyclingchallenge aufgerufen. Im Januar hatte ich euch bereits die Verwertung von Stoffresten von meinen Mantel und vom Cardigan […]

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