Sommer- oder Winterhose?

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Anhand der Bilder kann ich bei meinem Me-Made-Mittwoch-Beitrag im Mai gar nicht klar sagen, ob es eine Sommer- oder Winterhose ist, die ich euch zeige. Genäht ist sie als Sommerhose, fotografiert habe ich sie unter anderem mit meinem Pullover aus dem Frühlingsjacken-Knitalong. Und das sieht dann eher winterlich aus. Angezogen habe ich sie aber noch nicht, denn noch warte ich auf wärmere Temperaturen, die ja endlich zum Ende der Woche kommen sollen.

Ich wollte für den Sommer unbedingt noch eine weite schwarze Hose und sie sollte aus Leinen sein. Der Schnitt für die Culotte gefiel mir ausgesprochen gut und ein Leinen passt wunderbar zum Fall. Gewählt habe ich eine Baumwoll-Leinen-Mischung, da mir reines Leinen oft zu kratzig ist. Das Material ist etwas fester und anfangs war ich skeptisch, ob das jetzt wirklich in den Sommer passt, aber mit dem Endergebnis bin ich mehr als zufrieden, ich bin richtig happy damit.

Das Besondere an dem Schnitt ist der wirklich hohe Bund mit der kleinen Kerbe in der vorderen Mitte. Den sehr breiten Gürtel kann man auch weglassen, je nach Bedarf, er ist auch nicht an der Hose festgenäht.

Etwas seltsam fand ich, dass der Gürtel in einer Breite zugeschnitten wird, die auf gar keinen Fall durch die Gürtelschlaufen passt. Dazu muss man den Gürtel nochmal zur Hälfte falten. Ich habe vorher viele Modellbilder angeschaut und mich immer gefragt, wieso der Gürtel so breit sein soll. Auf den meisten Abbilildungen ist er es nämlich gar nicht. Auch die Länge des Gürtels kann man anpassen, auch da trugen die Originalfotos. Ich mag aber gerade diesen langen und somit voluminösen Gürtel.

Die Hose hat für mich genau die richtige Länge und mir passt sie ohne Änderungen perfekt an Taille und Hüfte. Genäht habe ich eine 38. Geschlossen wird die Hose mit einem Reißverschluss in der hinteren Mitte. Hier war in der Beschreibung ein 40 cm langer nahtverdeckter Reißverschluss als Material angegeben. Das hatte mich ebenfalls verwundert. Wozu braucht man für eine Hose so einen langen Reißverschluss? Dennoch hatte ich einen gekauft, am Ende aber nicht verwendet. Es genügte ein normaler mit einer Länge von ca. 22 cm, den ich bereits recycelt von einem Rock noch vorrätig hatte.

In jedem Fall habe ich jetzt ein echtes Trendteil, welches sich super angenehm trägt. Und trotz der – meines Erachtens teilweise falschen Angaben – kann ich den Schnitt empfehlen, denn die Passform ist toll, die Hose ist leicht zu nähen und die Anleitung ansonsten leicht verständlich.

Schnitt: La Jupe-Culotte La Désinvolte von Popeline et Linon

Stoff: Baumwoll-Leinen-Mischung von stoffe.de (nicht mehr vorrätig), hier ein identischer Stoff*

Arbeitsaufwand: 7,5 h

Kosten: ca. 43 €

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5 Kommentarte
  1. Susanne 1 Jahrvor
    Antworten

    Ob nun Winter- oder Sommerhose; jedenfalls hast du eine schicke Culottes mit interessanten Details genäht.
    Und ein Schnitt, der ohne Änderungen auf Anhieb passt, ist immer etwas feines.
    LG von Susanne

  2. Den Schnitt habe ich hier auch noch zu Liegen. Insofern freue ich mich darüber, dass mal jemand darüber schreibt. Eine schöne Umsetzung, die Du bestimmt, sobald die Termperaturen wärmer sind, oft tragen wirst. LG Manuela

  3. Diw Culotte finde sich supertoll, gerade auch mit dem Gürtel.
    Liebe Grüße
    Sabine

  4. Hosen die man Sommer und Winter tragen kann, sind doch die besten! Das Modell gefällt mir richtig gut, leider ist so eine Hose nichts für Menschen, die sich vorwiegend mit dem Fahrrad fortbewegen. Das mit dem 40 cm Reißverschluss ist total merkwürdig. Der würde ja quasi einmal um den Schritt rum gehen?

  5. […] mehr zur Hose wissen will, schaut doch mal in diesen Blogpost rein, dort beschreibe ich den Schnitt […]

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