Reste- und Upcycling-Challenge

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In meinem letzten Interview habe ich euch ja von meiner Unlust erzählt, Reste zu verarbeiten und genähte, aber nicht mehr getragene Kleidung wiederzuverwerten. Dies möchte ich in diesem Jahr ändern. Damit dieses Unterfangen aber auch zu sinnvollen Ergebnissen führt, brauche ich eure Unterstützung und vielleicht hat der ein oder andere Lust, sogar mitzumachen.

Bevor es aber an die Challenge geht, möchte ich euch meine letzten Upcycling- und Resteverwertungs-Projekte zeigen, die zwischen den Jahren bei mir entstanden sind. Sie sind nicht von besonders guter Qualität, was zum einen auf meine besagte Unlust zurückzuführen ist, zum anderen aber auch auf die nicht vorhandenen vernünftigen Anleitungen bzw. Schnittmuster.

Da sind als erstes diese Handschuhe, die aus dem Rock rechts daneben sowie Resten von diesem Kleid und diesem Pullover entstanden sind. Als Schnittmuster habe ich die Fuchshandschuhe von pattydoo verwendet. Die Handschuhe habe ich bereits einmal aus anderen Resten genäht und war auch beim ersten Mal nicht vollständig überzeugt, da die Bündchen soviel schmaler sind als der Handschuh selbst. Dadurch liegen sie zwar gut am Handgelenk an, aber sehen irgendwie seltsam aus.

Bei diesem Paar ist das Futter leider auch größer geworden (wohl durch den viel dehnbareren Stoff), dass jetzt innen einfach zuviel von allem ist. Aber ich trag die jetzt so. Basta!

Das zweite Projekt ist ein Tanktop, dessen Schnitt ich von einem bestehenden abgenommen habe und aus Resten vom Pullover rechts (Frau Nora von hedinaeht) stammt. Der Stoff war von Albstoffe/Hamburger Liebe. Auch mit dem Teil bin ich unzufrieden, vor allem, weil der Ausschnitt zu weit geworden ist. Ich hätte den Einfasstreifen schmaler wählen sollen.

Auch habe ich festgestellt, dass es einige Reste gibt, die sich für ein Tanktop eignen. Man braucht dafür nicht besonders viel Stoff und somit lohnt es sich, hier mal in ein richtiges Schnittmuster zu investieren. Entweder schaue ich bei burdastyle mal oder es gibt gut sitzendende bei Pattydoo, ki-ba-doo und ein kostenloses habe ich auch gefunden. Für die Ausschnittverarbeitung orientiere ich mich immer am Kragentutorial von Hamburger Liebe, am liebsten die Coverversion, die wird meist recht gut, wenn man Stoffbreite und -länge der Einfassstreifen richtig wählt.

Und dann ist noch ein Utensilo aus Resten meines Wintermantels entstanden. Dort darf gerade meine Wolle wohnen und es steht griffbereit direkt am Sofa. Ich dachte, ich könnte auf Volumenvlies bei dem festen Wollstoff verzichten. Im Nachhinein denke ich aber, es wäre besser gewesen, den Stoff doch noch zu verstärken, dann hätte das Utensilo mehr Stand. Aber ich mag es auch so. Gefüttert ist es mit einem Canvas, den ich noch aus Zeiten hatte, als ich Taschen zum Verkauf genäht habe.

Und nun zur Challenge, bei der ihr ins Spiel kommt. Ich möchte meine Reste verarbeiten und noch gute Kleidungsstücke ordentlich zu neuen Teilen verarbeiten. Dafür brauche ich dringend Ideen. Also her damit: wer hat wirklich sinnvolle Anleitungen oder Schnittmuster für jegliche Stoffarten? Für Webware ist es leichter, etwas zu finden, aber wie sieht es mit Jersey und Sweat aus? Und zu was kann ich fließende Blusenviskose und Ähnliches verarbeiten?

Da ich nur nutzbare neue Accessoires und Kleidung produzieren möchte und vermutlich vieles nicht selbst gebrauchen kann, möchte ich die gefertigten Produkte am Ende entweder im Bekannten/Verwandtenkreis verschenken oder meiner Leserschaft anbieten. Eine Idee ist, diese kostenlos gegen eine geringe Versandgebühr zu verschicken und um eine Spende zu bitten, wenn der Artikel gefällt. Diesen Betrag würde ich dann einer gemeinnützigen Organisation spenden. Was das sein wird, weiß ich noch nicht, da muss ich noch in mich gehen. Vielleicht lege ich auch einen Preis fest, wenn ich zusätzlich zu den Resten auch andere Materialien wie Reißversschlüsse etc. verwende, die ich dazu kaufen muss. Diese Kosten würde ich dann weitergeben.

Was meint ihr? Seid ihr dabei? Wer hat Ideen? Einfach einen Kommentar posten und im nächsten Beitrag werde ich – vorausgesetzt es kommt ein bischen was zusammen – eine kleine Auflistung machen. Außerdem werde ich jetzt jeden Monat ein Upcycling-Produkt hier vorstellen. Ein paar Ideen sind bereits auf Halde, aber ich bin für alles zu haben, was am Ende auch wirklich gut zu gebrauchen ist.

Auf Instagram werde ich die Beiträge mit dem #resteundupcyclingchallenge vertaggen. Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr finden, die sich an der Aktion beteiligen. Und nun bin ich sehr gespannt auf eure Kommentare.

4 Kommentarte
  1. schildkroete 7 Monatenvor
    Antworten

    Ich finde deine Aktion super! Upcycling finde ich klasse, Reste verwerten auch…….aber ich habe oft, fast immer keine Lust dazu. Was möglicherweise auch an den fehlenden Ideen liegt. Insofern werde ich erst mal interessiert zuschauen, vielleicht werde ich inspiriert….
    Liebe Grüße
    Sabine

  2. T 7 Monatenvor
    Antworten

    Generell gut für Upcycling sind Kinderkleidung und Patchwork, z.B. der Dia Sweater von Misusu. Wer grob geringelte Oberteile mag, könnte das Ringelmuster aus Stoffstreifen selbst zusammensetzen.
    Kuscheltiere, Puppenkleider, Börsen, Schlüsselanhänger oder vielleicht auch geknotetes Hundespielzeug sind möglich, wenn man denn Abnehmer dafür findet.
    Jerseyreste gehen gut für Unterwäsche und – wenn stabil genug – als Bündchenersatz, Sweat und alte Pullover gehen für Stulpen und Mützen; auch Hundemäntelchen wären vorstellbar (siehe Petersilieundco). Hässliche, plastikarme Stoffe nehme ich als Futter für Topflappen und -Handschuhe und der letzte Schritt wäre dann, Textilgarn zum Stricken oder Weben herzustellen oder mit Fetzen irgendwelche Kissen und Nackenhörnchen zu befüllen.

  3. Kathrin 7 Monatenvor
    Antworten

    Ich bin ja ein großer Upcycling Fan, auch von Kleidung mit grafischem Patchwork und bei der Resteverwertung hilft mir gerade, dass ich kleine Kinder benähen kann (Neffe+Nichte). Mein Tipp für dich: klick dich mal durch Pinterest mit den Schlagworten „Scrap Sewing Projects“ oder „refashion“ – da findest du coole Sachen, auf die du nie gekommen wärst…

  4. […] Anfang des Jahres hatte ich zur #resteundupcyclingchallenge aufgerufen. Im Januar hatte ich euch bereits die Verwertung von Stoffresten von meinen Mantel und vom Cardigan gezeigt. […]

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