Shirts, Shorts – Resteverwertung und Upcycling

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Meine Sommernähpläne neigen sich dem Ende zu. Eine gute Gelegenheit, endlich mal wieder Reste zu vernähen und aus ausgesonderten Kleidungsstücken Upcycling-Projekte zu starten. In den letzten Wochen sind hier zwei Shirts, eine Shorts sowie ein Yoga-Oberteil entstanden. Bereits zugeschnitten liegen eine weitere Shorts aus Jeansstoff sowie Teile eines Boho-Stufenkleides, welche zu einer Tischdecke verarbeitet werden soll.

Für die Shorts habe ich Reststoff vom Modalsweat, welches ich für das Shirt des Weihnachtsoutfits vernäht hatte, verwendet. Ursprünglich war der Sweat für das Hoodie-Dress gedacht, bis ich bemerkte, dass man für den Schnitt Webware benötigt und keinen Sweat. Für das dann genähte Shirt hatte ich zuviel Stoff. Ich hatte gehofft, der Rest würde für einen Origami-Rock reichen. Meinen alten hatte ich ausgesondert und wollte unbedingt einen neuen, aber leider passte das dann hinten und vorne nicht.

Also neu überlegen. Es waren noch ca. 60 cm, was nicht viel ist. Weder für ein Shirt, noch für einen Rock reichte es. Irgendwann fiel mir ein, dass ich noch ein Schnittmuster für eine Shorts rumliegen hatte, den ich bereits mal genäht hatte. Da meine Schlafshorts und eine meiner Sportshorts beide schon total alt und abgewetzt sind, bot es sich an, diese zu ersetzen.

Also Schnittmuster aufgelegt und siehe, das passte. Und ich hatte immer noch reichlich Stoff. Aber erstmal zum weiteren Entstehungsprozess. Ich hab alle Teile wie im Schnitt vorgesehen zugeschnitten, mich dann aber umentschieden und statt des umgeschlagenen Bundes einen Bundstreifen separat angenäht, statt Ösen Knopflöcher genäht und die Säume normal gesäumt und nicht eingefasst. So gefällt es mir im vorliegenden Fall besser und ging auch schneller. Außerdem brauchte ich kein weiteres Gummiband. Den Bund habe ich gedehnt angenäht, hätte aber gut noch etwas weniger Weite gebrauchen können.

Schnitt: Modell 121A aus der Burdastyle 05/210

Stoff: Modal French Terry von Stoffe Hemmers

Kosten: 0 € da Rest, regulär ca. 10 €

Arbeitszeit: 1:15 h

Da der restliche Stoff immer noch was hergab, habe ich ein wenig experimentiert. Inspiriert hat mich der Stoff selbst, denn es waren noch schräge Stoffteile übrig. Also habe ich mir ein Wickelshirt konstruiert. Einfach die Teile aufeinander gesteckt, anprobiert, als passend empfunden und losgenäht. Zuerst wollte ich die Kanten noch einfassen, dafür hat der Stoff dann aber nicht mehr gereicht oder ich hätte das Einfassband mehrfach stückeln müssen. Das erschien mir unpraktisch und – ich gestehe – ich war für ein Resteprojekt schlicht zu faul dafür.

Ein Gummiband, welches ich ursprünglich für ein anderes Sporttop-Projekt gekauft hatte, lag hier noch rum. Leider hatte ich es damals viel zu eng zusammengenäht, so dass ich das wieder trennen und stückeln musst. Nicht schön, aber hierfür okay. Das Gummiband also unten dran gesetzt und fertig ist ein Yoga- (oder Schlaf-)Oberteil. Es ist alles andere als perfekt, es ist sogar dahin gepfuscht, aber für daheim taugt es allemal.

Schnitt: me made zusammengestückelt

Stoff: Modal French Terry von Stoffe Hemmers

Gummiband von stoffe.de

Kosten: 0 €

Arbeitszeit: ca. 1 h

Als nächstes entstand ein weiteres schwarzes schlichtes Basicshirt. Das ist zwar kein Resteprojekt, bot sich aber an, da ja noch das schwarze Garn in der Overlock eingefädelt war 😉. Es ist derselbe Basic-Schnitt, den ich für das weiße Shirt verwendet habe und auch derselbe Schnitt. Diesmal habe ich eine andere Reihenfolge beim Nähen ausprobiert, welche ich aber nicht günstig finde. Ich habe das Halsbündchen erst angenäht, als ich beide Schulternähte schon geschlossen hatte. Leider ist es mir nicht gelungen, den Stoffstreifen optimal zu verteilen, so dass es auf der rechten Seite sich ein wenig zieht und kleine Fältchen im Stoff entstehen. Diesmal habe ich den Ausschnitt mit der Cover nochmal flach gesteppt, das wiederum ist gut geworden.

Schnitt: Freebook Basic T-Shirt von naehtalente.de

Stoff: Modal Jersey von clarasstoffe.de

Kosten: ca. 13 €

Arbeitszeit: 1:45 h

Und da ich gerade so in Fahrt war, habe ich nach demselben Schnitt gleich noch ein weiteres Shirt aus Viskosejersey genäht. Der Stoff stammt von einem japanischen Kleid, welches ich nur selten getragen hatte. Ich kam mir immer irgendwie zuviel in dem Kleid vor und der sehr weich fallende Stoff zog das Kleid unschön in die Länge. Also habe ich mich entschlossen, die Nähte abzuschneiden und zu gucken, was der Stoff hergibt. Auch davon blieb nach dem Zuschnitt für das Shirt noch einiges übrig, allerdings ist mir bis jetzt noch nichts Vernünftiges dazu eingefallen. Eventuell fließt das in eine Decke ein oder ich mach Spültücher draus. Vom damaligen Kleid blieb übrigens auch noch Stoff übrig, den ich zu dem japanischen Wasserfallshirt vernäht habe, dieses ist immer noch in meinem Besitz.

Schnitt: Freebook Basic T-Shirt von naehtalente.de

Stoff: Upcyclingstoff – Viskosestoff, ähnlich diesem hier

Kosten: 0 €

Arbeitszeit: 1:45 h

Und so unperfekt wie meine Restverwertung sind diesmal auch die Bilder. Auf die Schnelle geknipst und nicht den Profi beauftragt – eine Ausnahme, versprochen!

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