Finale beim Herbsthosen-Sewalong

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Tada – unser gemeinsamer Herbsthosen-Sewalong ist leider schon wieder vorbei und wir treffen uns heute für das große Finale. Ich hoffe, ihr seid alle rechtzeitig fertig geworden und könnt uns stolz eure Werke präsentieren. Zum heutigen Finale werde ich das Linktool nur diesen Sonntag bis Mitternacht offen lassen. Ein Finale der Herzen wird es nicht geben, aber wer es nicht geschafft hat, kann ja gern sein Ergebnis weiterhin auf Instagram unter den Hashtags #hhosa oder #herbsthosensewalong posten.

Und unser Motto heute?

  • Puh, das war knapp – aber jetzt kann ich stolz meine neue Hose zeigen.
  • Leider konnte ich meine Probleme nicht zur Zufriedenheit lösen, ich brauche noch etwas.
  • Dank euch habe ich meinen Angstgegner „Hose nähen“ überwunden.
  • Ich gehe gleich in die nächste Runde, jetzt bin ich erst richtig motiviert.

Also ich bin angefixt und gehe in die nächste Runde. Ich möchte noch eine Cordhose haben und habe senffarbenen Breitcord für eine Frau Wilma von Hedi näht geordert. Den Schnitt habe ich mir letzte Woche bei Hedis Geburtstagsaktion geholt.

Foto: http://fotodesign-haraldfrantz.de/

Aber nun zu meiner Hose von Sewalong. Die Hose Nout mit dem maritimen Touch kann sich sehen lassen. Der Cord von Atelier Brunette erwies sich als sehr leicht zu vernähen. Überhaupt ist der Schnitt sehr einfach gehalten und auch für Anfänger sollte die Umsetzung kein Problem sein. Das komplizierte Reißverschluss-Nähen fällt durch die Knöpfung weg.

Ich hatte ja berichtet, dass ich mir bei der Größenwahl unsicher war. Bei einem anderem Modell von I am Patterns hatte ich eine französische 40 genäht (deutsch: 38) und die sitzt straff, deshalb wählte ich bei Nout eine Größe größer. Die ist mir allerdings zu groß. Ich hatte bereits bei den Seitennähten etwas Weite weggenommen, musste aber am Ende bei den Knöpfen etwas nachjustieren und diese weiter nach innen zur vorderen Mitte versetzen, damit die Hose gut sitzt. Das nächste Mal würde ich doch eher wieder die 40 nähen und ggf. einen leicht stretchigen Stoff nehmen.

Foto: http://fotodesign-haraldfrantz.de/

Ich habe noch einen weiteren Fehler begangen und beim Zuschnitt den Strich des Cords nicht beachtet. Am Ende stört mich das aber null. Optisch macht es keinen großen Unterschied, lediglich beim Bügel muss man drauf achten.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass die Hose hinter den Knöpfen keine Eingriffstaschen hat. die Knöpfe dienen ja wirklich nur dem An- und Ausziehen. Dennoch bin ich versucht, immer wieder meine Hände hineinzuschieben. Hätte die Hose einen seitlichen Reißverschluss, wäre die Versuchung bei weitem nicht so groß.

Eine Änderung würde ich beim nochmaligen Nähen allerdings machen: in der Anleitung wird ausdrücklich nicht empfohlen, die offenen Kanten der seitlichen Passe mit Nahtband einzufassen. Das sähe allerdings deutlich besser aus und würde dem Ganzen auch mehr Stand geben. Eventuell – je nach Material – könnte man dieses Schnittteil auch verstärken. Die Befürchtung, dass es beim Annähen des Bundes zuviele Stofflagen gibt, ist begründet, aber mit entsprechenden Nadeln und Hilfsmitteln vermutlich zu bewältigen. Mir hilft da sehr meine sogenannte „Hebamme“, die bei meiner Nähmaschine dabei war. Sie gleicht die Höhenunterschiede bei solch dicken Stofflagen gut aus. Bei einem sehr festen Jeansstoff allerdings würde ich eher davon abraten.

Beim Annähen des Innenbundes verwende ich gern wieder meinen Kantennähfuß und kann so recht präzise genau im Nahtschatten des Außenbundes nähen. Dazu muss allerdings der Innenbund etwas über die Ansatznaht hinausgehen und alles vorher präzise gesteckt oder geheftet sein. Diesmal hat alles erstaunlich gut nur mit gesteckten Nadeln geklappt.

Für die Hosenbeine nehme ich bei meiner Maschine immer den Anschiebetisch weg, so habe ich mehr Freiheit beim Nähen, der Stoff lässt sich besser transportieren. Für all diese Extras liebe ich meine Maschine. Wer wissen will, welche das ist, folgt mir hier entlang.

Foto: http://fotodesign-haraldfrantz.de/

Das Modell hat auf jeden Fall Potential, um noch einmal aus anderem Stoff gefertigt zu werden. Mich hat der Schnitt und die Anleitung absolut überzeugt und ich finde ja immer, dass man nach dem ersten Mal schlauer ist und seine Erkenntnisse in einem Folgemodell umsetzen und somit verbessern kann. Probeteile nähe ich ja grundsätzlich nicht, da mir die Zeit meist zu schade ist. Deswegen gibt es fast immer Verbesserungsmöglichkeiten.

Foto: http://fotodesign-haraldfrantz.de/

Wer die Hose nachnähen möchte, findet auf der Seite von I am patterns ein Tutorial, wie ich gerade gesehen habe.

Schnitt: I am Nout von I am patterns

Stoff: Breitcord von Atelier Brunette über 1000stoff

Kosten: ca. 52 €

Arbeitsaufwand: 6:45 h

Nun bleibt mir nichts mehr zu sagen als Danke – dass ihr dabei wart und hoffentlich genauso viel Spaß hattet wie ich bei unserem gemeinsamen Herbsthosen-Sewalong.

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1 Kommentar
  1. Anonymous 2 Monatenvor
    Antworten

    Danke, für diese ausführliche Beschreibung.

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