Mantel Sew Along: Exkurs Einlagen und Futter

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Heute dreht sich beim dritten Treffen des #msal20 alles um das Futter und eine wärmende Einlage. Dabei sollen euch folgende Fragen helfen:

  • Brauch ich nicht, mein Stoff ist warm genug.
  • Welches Futter soll ich wählen, damit ich nicht friere?
  • Der Schnitt sieht kein Futter vor, wie konstruiere ich mir einen?

Ich selbst war mir letzte Woche noch nicht schlüssig, ob ich eine wärmende Einlage brauche. Außerdem wollte ich mir den Futterschnitt konstruieren, eine Prämiere für mich.

Beginnen möchte ich mit dem Futterschnitt. Eigentlich war das relativ einfach und ich hoffe, dass sich im weiteren Verlauf nicht zeigt, dass ich irgendwo einen Denkfehler hatte oder etwas vergessen habe. Ich zeige euch mal, wie ich das gemacht habe.

Der Schnitt sieht im Rücken eine Passe vor, die auch innen als Beleg genutzt wird. Vorn ist ebenfalls ein Beleg vorgesehen – im Schulterbereich, sowie die Knopflochblende. Alle Belegteile habe ich weggelassen und dann noch die dann fehlende Nahtzugabe wieder zugegeben.

Ich war allerdings zu faul, den Schnitt nochmal abzunehmen und habe das gleich auf den Stoff gezeichnet:

Vorderteil

Vorderteil mit Sandwich-Knopflochblende und Schulterbeleg

Als erstes habe ich die Blende zur Probe aufgelegt:

Dann erstmal die Blende nach innen geklappt:

Auf dem Futterstoff habe ich dann (ich hatte genug Stoff), zuerst den Schnitt aufgezeichnet, dann die Blende aufgezeichnet (der Teil wird dann nicht aus Futter zugeschnitten) und Nahtzugaben angezeichnet. Der Schnitt enthält ansonsten bereits die Nahtzugaben.

Hinten musste ich gar nichts ändern, da ja die Passe des Außenstoffs doppelt zugeschnitten wird und damit als Beleg fungiert. Das Rückenteil-Schnittmuster blieb also einfach so:

Die Taschen werde ich auch füttern. Auch dort habe ich einfach den Beleg weggeklappt und oben die Nahtzugabe zugegeben:

Am Saum habe ich ca. 1 cm weniger Saumzugabe gegeben. Ich werde den Saum mit der Hand annähen und brauche dann nicht soviel Nahtzugabe. Wie gesagt, hoffe ich jetzt, keinen Denkfehler zu haben.

Und ich habe mich gegen eine wärmende Einlage entschieden. Ich habe im Übrigen doch Größe S gewählt, sie schien mir dann ausreichend. Ich denke auch, es passt dann noch ein dicker Pullover oder eine Strickjacke drunter und ich kann den Mantel bei unterschiedlichen Temperaturen entsprechend pimpen.

Dennoch will ich euch kurz einen Einblick in die Einlagen geben, die ich schon mal verwendet habe. Zum einen kann man ein Steppfutter verwenden. Dann hat man Einlage und Futter in einem. Ich hatte damit bereits gute Erfahrungen gemacht, passt aber stilistisch nicht zu jedem Mantel.

Links seht ihr ein Watteline, die gut zu verarbeiten und recht wärmend ist. Rechs oben ist Thinsulate, den ich bereits für einen Parka genutzt habe. Bei diesem war die Einlage eher zuviel, denn ich hatte zusätzlich noch ein Steppfutter. Beides zusammen machte den Parka zu eng und zu dick, aber ansonsten ist das Material sehr empfehlenswert.

Da ich nicht die erste bin, die sich mit dem Thema beschäftigt, verweise ich hier nochmal auf einen ausführlichen Artikel von Constanze vom Blog Nahtzugabe, der im Rahmen des Wintermantel Sew Alongs 2012 entstanden ist. Der enthält eigentlich alles, was man darüber wissen muss.

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5 Kommentarte
  1. Susanne 1 Monatvor
    Antworten

    Das sieht doch gut aus.
    Nur so als Anregung:Beim Futterschnitt sollte man im Rücken eine Bewegungsfalte hinzufügen.
    LG von Susanne

    • Anke 1 Monatvor
      Antworten

      Stimmt, daran hatte ich bereits gedacht – leider erst nach dem Zuschnitt 🙈

  2. Anonymous 1 Monatvor
    Antworten

    Das mit der Bewegungsfalte hätte ich jetzt auch angemerkt;)… aber wird sicher ohne auch gehen
    Man kann auch -komplett, oder teilweise – als Zwischenlage eine dünne Klimamembran einlegen. Diese Z-Liner sind superdünn (ca.0,25mm) und sehr, sehr leicht aber winddicht, feuchtigkeitsableitend und dabei genauso warm oder teilweise sogar wärmer als bauschige Steppfutter oder Wollwärmfutter. Der Mantel bleibt schön leicht und man muss ihn nicht größer nähen -quasi ein Funktionsmantel im Wollpelz;)
    Toll, dass Du den Sewalong hier machst, habe zufällig zeitgleich meinen Wintermantel begonnen und quasi bisher unwissentlich dran teilgenommen;) da machts jetzt gleich doppelt Spaß; und Dein Stoff!! Der Mantel wird toll aussehen – hilft selbst in diesem Jahr gegen jeden Anflug von Novemberblues
    LG ruka

  3. Liebe Anke,
    ich finde es auch super, dass Du den Sew-Along organisierst und werde mich ebenfalls einklinken. Bei meinem Mantelschnitt ist ein Futter vorgesehen, und da wird im Bereich der Armlöcher an Vorder- und Rückteil und an den oberen Seitenkanten der Ärmel noch jeweils 5mm zugegeben, für die Bequemlichkeit am Armloch. Das habe ich noch nirgendwo gesehen, aber ich denke, es ist sehr gut, das auch zu machen. Bei Deiner Nahtzugabe kannst Du das leicht nachträglich dazugeben.
    Viele Grüße, Stefanie

    • Anke 4 Wochenvor
      Antworten

      Das ist ein guter Hinweis, ich probiere das aus. Grüße Anke

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