Ein ganz persönlicher Jahresrückblick

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Eigentlich bin ich kein großer Fan von Jahresrückblicken. Letztes Jahr hatte ich allerdings gleich mehrere gemacht, dieses Jahr wird es nur einer – dafür ein persönlicher. Ich warne euch schon einmal vor – der Rückblick wird kein fröhlicher, wer also positive Vibes erwartet, sollte eher nicht weiterlesen.

Zuerst möchte ich mich bei meinen Lesern für die Treue bedanken. Besonders die Me Made Mittwoch-Beiträge werden gelesen und zahlreichreich kommentiert und dies durchweg positiv – dafür Danke! Ich bin nach wie vor froh, Teil dieser tollen Näh-Community zu sein, auch wenn ich nur die wenigstens persönlich kenne und ich kein Freund vom gemeinschaftlichen Nähen und somit auf entsprechenden Events auch nicht anzutreffen bin.

Vor rund drei Jahren habe ich meinen alten Blog abgelöst und mit neuem Erscheinungsbild und neuer Intension diesen hier gestartet. Überhaupt bin ich normalerweise voller Energie, mache unzählige Dinge gleichzeitig, bin ein Duracell-Häschen (wer kennt’s noch?) und ich hatte Lust, dem Nähkosmos etwas zurückzugeben. Erstmal ohne Erwartungshaltung, ein wenig in der Hoffnung, dass auch etwas zurückkommt. Ich dachte, es wird sich schon entwickeln.

Und dann kam Corona! Und alles wurde anders. Zuerst dachten wir alle: ein paar Wochen oder Monate halten wir das schon durch, aber es wurden Jahre. Und ich weiß nicht, wie euch das geht, aber für mich ist seitdem die Welt eine andere geworden – und ich auch!

Ich war schon immer eher ein Einzelgänger, pflege aber langjährige Freundschaften sehr regelmäßig, tanze gern und viel zu selten. Corona hat mich sozial noch scheuer gemacht, meine emotionale Belastungsgrenze ist Stück für Stück niedriger geworden. All die Aufgaben – ob selbst gewählt oder Pflichtprogramm – überfordern mich, werden zuviel, und ich merke, ich muss mich von liebgewonnenen Gewohnheiten trennen, vielleicht sogar von Beziehungen, die mir nicht gut tun.

Quelle: bigbookname.com

Der Ukraine-Krieg hat dieses Jahr die Situation für mich persönlich noch verschärft. Das Sicherheitsgefühl und Vertrauen in Grundwerte und -konstellationen ist mit einem mal verschwunden. Der Gedanke, jederzeit könnte ein weiterer Baustein der eigenen Welt herunterfallen, ist latent irgendwie jeden Tag da. Dann habe ich mir den Krieg ins Haus geholt. Arina und Denys – ein Artistenpärchen aus Kiew – zogen Anfang März bei mir ein, erst scheu und mit großer Unsicherheit auf beiden Seiten, zwischenzeitlich genervt von unserer Seite, da wir lange Zeit keine Privatsphäre hatten, und nun freundschaftlich – wir mögen uns. Und wir haben es geschafft, den beiden ein Zuhause auf Zeit zu geben. Inzwischen sind sie weitergezogen, aber wir sind weiterhin in Kontakt und sehen uns regelmäßig. Was haben wir hier gesessen und diskutiert – über Putin, die Russen, die westliche Welt, welche Hilfe gebraucht wird. Und was habe ich trösten müssen, Tränen trocknen, vor der Angst um Freunde und Verwandte daheim vor dem Horror, der unvermittelt in ihr Leben brach, aber auch vor der Unsicherheit, was die deutschen Behörden alles von ihnen erwarten.

Und wo blieb ich? Ich wechselte zum wiederholten Male meinen Job. Im letzten Jahr dreimal und dieses Jahr nun noch einmal ein Neustart, da ich auf Grenzen stieß, die mich in einen Burn out hinein katapultierten. Wer mich kennt, weiß, dass ich alles gebe, wenn ich für etwas brenne – egal ob Job, Hobby oder der Hilfe für andere. Halbe Sachen funktionieren bei mir nicht. Stellt mir jemand Steine in den Weg, kann ich damit nicht umgehen. Vielleicht nehme ich es zu persönlich, vielleicht fehlt mir einfach nur diese Art der Resilienz. Auf jeden Fall ging es mir nicht gut.

Die ganze Anspannung der letzten 2 Jahre brach sich im April Bahn und ich konnte wochenlang nicht aufhören zu weinen. In diesem Moment hätte ich Hilfe gebraucht – von der Familien, von Ärzten. Aber da kam nicht viel. Ich war 4 Wochen krank geschrieben, psychologische Hilfe war nicht in Sicht, Aufgaben wurden mir nicht abgenommen. Die Familie war überfordert und aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage zu helfen.

Also habe ich mir mal wieder selbst geholfen. Job gekündigt, neuen Job gefunden – und dieser ist wirklich gut. Dies war eines der wenigen guten Dinge, die mir in diesem Jahr passiert sind. Allerdings ist es dort auch wie sonst, wenn ich Neues beginne – ich stürze mich mit Eifer und aller Energie, die ich habe, ins Abenteuer, und überschätze mich. Mein Energiedepot ist eben nicht unerschöpflich, schon gar nicht nach einem Zusammenbruch, den ich bis heute nicht verarbeitet habe.

Was muss sich also ändern im nächsten Jahr? Eigentlich alles. Und als erstes trenne ich mich von meiner Blogrubrik „Neue Schnitte“. Jede Woche stecke ich in den Post mehr als 5 Stunden Arbeit – und das völlig umsonst. Ab und an gab es eine kleine Spende für mich, die mich immer riesig gefreut hat, immerhin was das ein Weg, mir für diese Arbeit zu danken. Das Affiliate-Programm brachte nie viel ein, brach aber in den letzten Monaten vollends ein, so dass auch meine Motivation bei Null angelangt ist.

Vielmehr möchte ich die frei werdende Zeit nutzen, mehr Ruhe in mir zu finden. Mir schwebt eine morgendliche Yoga-Routine mit Meditation vor. Ich hoffe, ich schaffe es, diese zu etablieren. Auch werde ich alle anderen Blog-Verpflichtungen (die ich mir ja immer nur selbst gemacht habe), niederlegen. Interviews gibt es ja schon eine Weile nicht mehr, die 5-Pieces-Garderobe wird es auch nicht mehr geben. Mein Fotograf ist so unzuverlässig geworden und ich mag es gar nicht, auf andere angewiesen zu sein und drängeln zu müssen, damit Fotos rechtzeitig fertig werden. Die Winter-Edition ist eigentlich im Kasten, aber veröffentlichen werde ich sie nicht mehr.

Mein Blog wird also ein Blog wie jeder andere werden. Ich hoffe dennoch, ihr bleibt mir treu. Der Newsletter war ja auch schon lange nicht mehr als die Sammlung der letzten Posts und mehr wird es in Zukunft auch nicht werden. Ich freue mich aber über jeden, der bleibt!!!

Was erhoffe ich mir sonst noch vom neuen Jahr? Weniger Druck – in mir und von außen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es immerhin finanziell: mein neuer Job ist sehr gut bezahlt, meine beiden Jungs sind fertig mit dem Studium, der eine hat seinen ersten Job als Consultant, der andere hat seine Approbation als Arzt beantragt und wird im nächsten Jahr auch im Job starten. Zudem werde ich Mitte des Jahres die letzte Rate für mein Haus bezahlen. Beides zusammen wird mich massiv entlasten.

Der Job wird mich weiterhin fordern. Mein Projekt, dass ich leite, muss ich zu einem guten Abschluss bringen, aber ich habe das Glück, meine Zukunft für die Zeit danach selbst mit planen zu können. Was und in welchem Umfang soll es danach weitergehen? Das ist ein Luxus, den ich sehr zu schätzen weiß und den ich nutzen will.

Ich möchte mehr für meine Gesundheit tun. Auch mein Körper hat sich massiv verändert in den letzten Jahren. Corona und Wechseljahre zur selben Zeit – kombiniert mit dem Stress – das war für meine Figur eine Katastrophe. Ich bin alt geworden, im innen und im außen. Gesünder und vor allem bewusster essen, sanfter Sport (hat jemand Tipps für einen Ausdauersport, den man auch durchhalten kann?) stehen bei mir hoch auf der Agenda. Ich möchte versuchen, dem Spruch „in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ wieder mehr Leben einzuhauchen, vielleicht bringt auch das mich wieder mehr in die Spur.

Was das Nähen betrifft, werde ich erstmal keine Pläne machen. Ich hab etwas Stoff liegen und ein paar wenige Projekte möchte ich umsetzen, aber es wird keine #makenine2023 geben, keine Sewalongs oder irgendeine andere Art von Druck. Ich hoffe, es gelingt mir. Klopft mir gern auf die Finger, wenn ihr bemerkt, dass da etwas in die falsche Richtung läuft.

Nun bleibt mir nur noch, mich nochmals zu bedanken: bei denjenigen, die bis hierhin durchgehalten haben und bei denjenigen, die bereits im April mir viele gute Ratschläge gegeben und ein offenes Ohr hatten. Lasst es euch allen gut gehen und genießt die Weihnachtstage und vielleicht den Urlaub – macht euch keinen Stress, bleibt bei euch und lasst euch auch mal verwöhnen. Wir Frauen stemmen einfach soviel im Leben, was keiner sieht – feiern wir uns doch einfach mal selbst!

In diesem Sinne allen eine fröhliche Weihnacht und ein gesundes (physisch und psychisch) neues Jahr!!!

26 Kommentarte
  1. FrauSonnenburg 2 Monatenvor
    Antworten

    Liebe Yvonne,
    danke für deine offenen Worte. Die ersten Abschnitte kann ich dir sehr gut nachempfinden: Druck, Überforderung, Unsicherheit, soziale Scheu… Da geht es mir ähnlich – und vielen anderen sicher auch. Du bist nicht allein! Irgendwann ist auch eine duracell Mal leer.
    Demnach ist es mutig und konsequent, dass du etwas ändern willst. Ich wünsche dir dazu die nötige Kraft und das Durchhaltevermögen!
    Alles Liebe
    Sandra

    • Anke 2 Monatenvor
      Antworten

      Liebe Sandra,

      auch wenn ich nicht Yvonne heiße, danke für Deine lieben Worte. Irgendwann wird es besser werden, aber eben nicht von alleine. Liebe Grüße Anke

      • Katja Traupel 2 Monatenvor
        Antworten

        Ich habe dein Beitrag mit Interesse gelesen und muss sagen, vieles davon kommt mir bekannt vor. Unser Alter, unsere Beschwerden der Wechseljahre, gepaart mit Corona, mit Krieg hinterlässt Spuren. Vielleicht liegt es tatsächlich an den Wechseljahren das unsere Gefühle oft Achterbahn fahren, wir uns mehr zurück ziehen und uns gleichzeitig auch alleine fühlen. Es gibt wirklich einige parallelen in deinem Beitrag, deshalb fühl dich etwas verstanden und tue am besten nur was dir gut tut und was dich nicht stresst. Du bist mit diesen Gefühlen nicht alleine
        Katja

  2. Mechthild 2 Monatenvor
    Antworten

    Liebe Grenzgängerin, in vielem erkenne ich mich wieder, dem Altwerden, dem Schreddern von Gewissheiten in den letzten Jahren, dem emotionalen Zoll, den das Ausbalancieren für sich und andere fordert.
    Ich habe vor zwei Monaten begonnen, den Weg des Künstlers noch einmal durchzuarbeiten, nach 16 Jahren. Es tröstet mich und hilft mir bei einer Neuausrichtung. Seit fast drei Jahren mache ich fast täglich Yoga, mit Adriene, auch das Selbstfürsorge.
    Wünsche dir viel Freude, Heilung, Weiterwachsen, alles Liebe!

    • Anke 2 Monatenvor
      Antworten

      Liebe Mechthild, auch ich mache täglich Yoga (außer wenn ich krank bin wie jetzt) und es hilft mir. Aber es trägt eben nicht alles und nicht immer kann ich mich voll und ganz drauf einlassen, da meine Gedanken schnell wandern gehen.
      Viele Grüße Anke

  3. Dörte 2 Monatenvor
    Antworten

    Hallo Anke, viel zu spät habe ich Deinen Blog entdeckt, weil ich mehr analog unterwegs war. Durch Corona bin ich digitaler geworden. Gezwungener Maßen. Deine Schnittübersichten fand ich richtig klasse. Ich blättere auch gern die älteren Ankündigungen durch und hoffe, das Du sie (für spätere Recherchen meinerseits) nicht löschst.
    Manchmal hilft es, sich neu zu sortieren, toxische Beziehungen zu reduzieren und etwas Neues auszuprobieren, um wieder Energie und Freude für Tätigkeiten zu finden, die uns guttun. Ich habe für mich gemerkt, das gemeinsames Nähen zu stressig (vor allem in den Abendstunden), aber der Austausch über unser schönstes Hobby wichtig für die persönliche Entwicklung – / Weiterentwicklung ist.
    Ich wünsche Dir ein Gutes Neues Jahr mit vielen positiven Erfahrungen und vielen Momenten der Entspannung und Ruhe.
    Dein Engagement ist bewundernswert und anspornend.

    Viele Grüße Dörte

    • Anke 2 Monatenvor
      Antworten

      Liebe Dörte, schön, dass Du den Weg auf meinen Blog gefunden hast, ich hoffe, Du bleibst ihm dennoch treu. Die alten Schnitte werde ich in jedem Fall behalten. Viele Grüße und Danke für Deine Spende, Anke

  4. Susanne 2 Monatenvor
    Antworten

    Ich finde es sehr mutig von dir, so viel persönliches im Netz preiszugeben; ich bin in dieser Hinsicht sehr zurückhaltend.
    Du scheinst auf einem guten Weg zu sein, deine Mitte wiederzufinden und ich wünsche dir weiter viel Erfolg auf diesem Weg.
    Ich mochte deinen Blog immer und ich werde auf jeden Fall weiter hier vorbeischauen.
    LG von Susanne

    • dreißigGrad 2 Monatenvor
      Antworten

      Liebe Anke,
      mir gehen soviele Sachen durch den Kopf, wenn ich deinen Blogpost so lese und er bewegt mich in vielerlei Hinsicht.
      Als Psychotherapeutin und aktive in der Berufspolitik blutet mein Helfer-Herz, wenn ich lese, dass du keine Unterstützung erhalten hast. Gleichzeitig weiß ich, dass die Kolleg*innen arbeiten, was geht und sich nicht klonen können. Mich bestärkt es, weiter für eine neue Bedarfsplanung zu kämpfen und vor der Trägheit der Politik nicht zurück zuschrecken.
      Als Podcasterin und Bloggerin weiß ich, dass man sich schnell selbst unter Druck setzt und möglichst Angebote seiner Community machen möchte. Gleichzeitig haben wir einen anderen Hauptberuf und Familie. Wir sollten uns nicht mit den professionellen Influencern vergleichen und keinen Zahlen hinter rennen. Daher finde ich deine Entscheidung gut, den Blog zurück zu einem Genussprojekt zu führen. Ich bleibe dir da gern erhalten, und freue mich, dass ich bald beim Lesen deiner Beiträge wieder hinter komme 😉
      Ich stimme dir voll und ganz zu, dass die Pandemie viel verändert hat und ich wünsche mir sehr, dass wir als Gesellschaft und jeder für sich, wieder zu einer Normalität zurück findet oder die neue Ära nutzt, wichtige Veränderungen vorzunehmen.
      Ich freue mich weiter von dir zu lesen.
      Von Herzen, deine Claudia

  5. Miriam 2 Monatenvor
    Antworten

    Liebe Anke,

    es ist mutig, so offen über das zu schreiben, was vermutlich viele von uns in ähnlicher Form bewegt.
    Ich habe deine wöchentlichen Schnittübersichten geliebt und sie immer sonntags, noch im Bett liegend, verschlungen.
    Danke dir hierfür und deine grandiosen Kreationen, die uns ja auch in Zukunft nicht völlig verloren gehen werden.
    Manchmal muss man loslassen, um Platz zu machen für Neues oder auch nur, um Platz zu machen für das eigene Selbst.
    Ich wünsche dir alle Kraft, Glück und Hilfe, die du brauchst, um wieder anzukommen.

    Alles alles Liebe, dennoch frohe und hoffnungsvolle Weihnachten!
    LG Miriam

  6. Sabine Jansen 2 Monatenvor
    Antworten

    Liebe Anke,
    Du schaffst das!!!!
    Ich sehe ganz viele Parallelen, bis auf den Jobwechsel, dafür bin ich zu alt.
    Auch meine Welt ist eine völlig andere geworden, besonders der Verlust des Urvertrauens, das ich trotz aller persönlicher Katastrophen immer noch hatte, ist schlimm.
    Nebenbei: Ich habe in den Wechseljahren 12 Kilo zugenommen, die gingen durch einfache Nahrungsumstellung im Anschluss fast wie von selbst wieder weg.
    Ich wünsche Dir friedliche und erholsame Feiertage!
    Sabine

    • Anke 2 Monatenvor
      Antworten

      Oh Sabine, dann musst du mir den Trick der Ernährungsumstellung verraten. Im Grunde weiß ich vermutlich alles, bin aber wohl ein Belohnungs- und Frustesser 😟. Ganz liebe Grüße Anke

  7. Anonymous 2 Monatenvor
    Antworten

    Liebe Anke, ich wünsche dir die Kraft, gesund und wieder glücklich zu werden. Deine Inspirationen werden mir fehlen. Deine Worte kann ich nachvollziehen. Denk immer daran, du bist nicht allein. Vlt. erhasche ich dich ja mal wieder im Kuchenkaiser😘 Dann spreche ich dich an. Schöne Weihnachten. LG Astrid

  8. Anja 2 Monatenvor
    Antworten

    Liebe Anke, auch ich finde es sehr mutig, soviel Persönliches zu schreiben. Vieles wird klarer dadurch, ich lese deinen Blog sehr gerne, ich liebe deinen Stil und deine Schnittbeschreibungen (also der Schnitte, die du nähst), auch schon im alten Blog, ich hatte immer die Fantasie, dass du mit all den Aktionen irgendetwas bezweckst, kann gar nicht sagen, was genau, aber ich habe immer genau die Beiträge der Aktionen, insbesondere der Schnittvorstellungen, nicht gelesen, deine anderen Beiträge sehr gerne, ich glaube auch, dass deine Fotos nicht so professionell sein müssen. Im Übrigen siehst du immer frisch und jung aus, sicher jünger als du bist, wozu auch deine Kleidung beiträgt. Sei weniger streng mit dir. Auf mich wirkte dein Blog in den letzten Jahren zunehmend weniger wie ein Nähblog, mehr wie ein berufliches Projekt. Jetzt verstehe ich, dass du offensichtlich so „tickst“. Ich wünsche dir von Herzen, dass du mehr zur Ruhe kommst und es schaffst, weniger perfekt zu sein. Und schade, dass das Bloggertreffen in Berlin im Sommer nicht zustande kam, ich gehöre auch zu denen, die nicht so leicht in Kontakt mit anderen treten, kann aber sagen, dass solche Treffen – wenn die Gruppe nicht so riesig ist (für mich) unglaublich toll sind. In diesem Sinne, alles Gute für dich, Anja

  9. Dagmar 2 Monatenvor
    Antworten

    liebe Grenzgängerin, vielen Dank für deinen bewegenden Bericht! Ich bin noch gar nicht lange deine Newsletter Empfängerin, finde die Inhalte aber wirklich höchst spannend!
    Du schreibst, du tanzt gerne, deshalb hier meine kleine Anregung für einen täglichen Ausdauersport zu Hause, den mein Mann und ich uns zu Corona Zeiten ausgewählt haben. Jeden Morgen zu unterschiedlichen Uhrzeiten, mein Mann und ich sind freiberuflich tätig, werfen wir unsere eigens zusammengestellte TanzSpotify Liste an und tanzen eine halbe Stunde. also freies Tanzen wie in der Disco. Das hebt die Laune für den ganzen Tag enorm, macht riesig Spaß und obendrein, täglich getanzt, wirkte sich tatsächlich auch auf Fitness und Puste aus. Übrigens tanze ich auch allein, wenn mein Mann nicht da ist. Das machen wir inzwischen seit März 2021. ich wünsche dir alles Gute und freue mich weiter über deine Newsletter Einträge.
    liebe Grüße, Dagmar

    • Anke 2 Monatenvor
      Antworten

      Ja, das ist eine der Ideen, die ich auch habe. Mit alleine tanzen hab ich so gar kein Problem. Bestimmt mache ich das ab und an, ob ich eine Routine draus machen, weiß ich noch nicht. Viele Grüße Anke

  10. Sarah 2 Monatenvor
    Antworten

    Ach liebe Anke, dass ist sehr bewegend. Du hast mir mit vielem aus der Seele gesprochen. Ich finde auch dass sich seit drei Jahren so viel verändert hat. Wie anstrengend alleine mehrfache jobwechsel sind musste ich auch erleben. Ich arbeite ja nunmal im Pflegeheim und da hat corona auch deutlich Spuren hinterlassen. Ich teile mir meine Zeiten für das nähen und bloggen auch ein und wäge immer ab. Im Zweifel entscheide ich mich dann für mich und für Entschleunigung… unser Hobby tut trotzdem unendlich gut. Ich bleibe auf jeden Fall dran und lasse mich auch sehr gerne weiter von dir inspirieren! ich wünsche uns alles gute für das neue Jahr! Lg Sarah

  11. Dein Beitrag lässt mich ein klein wenig sprachlos zurück, man ist erstmal still damit beschäftigt seine Gedanken zu ordnen. Trotzdem möchte ich dir ein paar Worte schreiben. Danke für die viele Arbeit die du in deinen Blog gesteckt hast, ich habe es immer sehr genossen deine Beiträge zu lesen! Aber ich kann mich Anja anschließen, wir werden deine zukünftigen Beiträge auch mit Selfies gerne anschauen und uns über deine Nähwerke freuen.
    Herzliche Grüße, Tina

  12. Sandra 1 Monatvor
    Antworten

    Liebe Anke,

    Chapeau für Deine Offenheit…
    Ich habe vor gut 3,5 Jahren auch eine weitreichende Entscheidung für mich getroffen, die ich überhaupt nicht bereue, denn sie war für mich notwendig und ich würde es wieder tun.
    Vieles kann ich nachvollziehen und ich finde Deine Entscheidungen sehr gut, denn es geht um Dich, Deine Gesundheit, Dein Seelenwohl!!
    Wie Du weißt, lese ich Deinen Blog schon sehr lange, wie auch Deine Instabeiträge und habe vor allem in
    diesem Jahr ein klein wenig vom Rand aus von Deinem Leben mitbekommen… Wie ich Dir bei unserem doch eher spontanen Treffen im Sommer schon gesagt hatte, bin ich immer sprachlos gewesen, was Du alles so wuppst, welche Sewalongs DU noch nebenbei organisierst, etc. Und ja, Du bist diejenige, die dabei auf der Strecke geblieben ist!!
    Dieser Blog ist toll und das wird er auch weiterhin sein, da bin ich mir absolut sicher. Die Bloggerwelt ist vom Aussterben bedroht, da kann ich Dir garantieren, ich bleibe Dir weiterhin treu 🙂
    Ich freue mich über Deine kommenden Beiträge, auch wenn sie in geringerer Zahl erscheinen werden. Die Hauptsache ist doch, Dir geht es gut damit, denn nur DAS zählt.
    Ich wünsche Dir, dass Du wieder Stück für Stück zu Dir findest, zu mehr Ausgeglichenheit, Gesundheit, Gelassenheit und was noch so auf Deiner Wunschliste steht.

    Fühl Dich gedrückt und liebe Grüße,
    Sandra

    • Anke 1 Monatvor
      Antworten

      Liebe Sandra, deine Worte rühren mich sehr! Vielen Dank dafür. Im Moment fehlen mir gute Worte für eine Antwort. Aber was ich sagen kann: ich fand unser spontanes Treffen toll und würde mich sehr freuen, wenn wir es irgendwann wiederholen!!
      LG Anke

  13. Sabine 1 Monatvor
    Antworten

    Liebe Anke,
    zuerst mal wünsch` ich dir, dass das nächste Jahr besser für dich wird. Ich denke, dass die ganzen Entscheidungen, die du getroffen hast, gut für dich sind.
    Es tut mir so leid, dass du keine Hilfe bekommen hast. Ich arbeite ja in diesem Bereich und, so wie Claudia, kann ich auch nur sagen, wir arbeiten viel und kommen nicht hinterher. Es mangelt ja sowieso an Personal und die Pandemie und der Krieg führen zu einem höheren Bedarf.
    Ich komme weiter bei dir vorbei, tue ich die ganze Zeit, aber das mit dem Kommentieren schaffe ich oft nicht. Weil ich leider auch ziemlich kaputt bin. Mein Plan ist es auch, wieder mehr für mich zu tun, Sport, besser essen. Wechseljahre schlagen sich hier auch nieder.
    Entspannte Feiertage, Kraft, Freude, Zuversicht, Gesundheit……liebe Grüße
    Sabine

    • Anke 1 Monatvor
      Antworten

      Das wünsche ich dir ebenso aus vollem Herzen!!

  14. Karolina - AniLorak 1 Monatvor
    Antworten

    Liebe Anke! Gut, dass Du Dir selbst helfen konntest und hilfst. Das ist das Beste. Traurig, dass Du keine Hilfe fandest. Ich mache Yoga und es hilft mir. Joggen ist gar nicht meins, aber Walken hilft mir. Schnelles Gehen 1x wöchentlich mit einer Freundin und gleichzeitig quatschen. Tut mir gut- pausiert gerade, da es kalt ist.
    Ich freue mich für Dich, dass Du einen Job gefunden hast, der passt und dass Du das Haus abbezahlt hast. Söhne fertig mit Studium. Toll. Ich lese gerne auf dem Blog auch wenn ich faul im kommentieren bin. Werde mich bessern. Schöne Feiertag!

  15. Ute 1 Monatvor
    Antworten

    Liebe Anke. Ich lese gerne deine Blogbeiträge und schaue mir die schnittmuster an sowie die 5pices Gardarobe. Danke für den ejrlichrn und persönlichen Post. Manchmal muss man einfach mal Ballast abwerfen und sich trennen und neu sortieren. Ich wünsche dir alles Gute auf diesem Weg und werde weiterhin deinen Blog lesen. Gerne auch in alten Posts. Aber ganz sicher auch deine weitere Entwicklung verfolgen.
    LG Ute

  16. katrin101 3 Wochenvor
    Antworten

    Liebe Anke,
    ich habe deinen post erst jetzt gefunden. Wie ich auch deine Seite erst im letzten Jahr gefunden habe. Ich bin kein digital native. Und ich kommentiere sehr selten, weil ich meine Gedanken nie so formulieren kann, wie sie wirklich sind. Ich werde deiner Seite auf jeden Fall treu bleiben. Ich mag deinen Stil, deine genähten Sachen (oft so ganz anders als meine) und die ich mag auch die Schnittposts. Ich habe mir darüber sogar Schnitte gekauft. Hatte ich vorher noch nie gemacht und freue mich auf das Nähen in 2023.
    Ich kann diese Erschöpfung sehr gut verstehen. Der Druck von eigenen Erwartungen und den Erwartungen von außen. Und wie schwer es ist, sich selber auf zu machen, das eigene Leben zu verändern. Vor allem wenn es einem nicht gut geht. Ich hatte Glück, dass mich meiner ehemalige Therapeutin wieder genommen hat, als in 2021 gar nichts mehr ging bzw ich nur noch funktioniert habe. Ich drücke dir die Daumen, dass es mit Hilfe noch klappt. Es kann helfen! Wenn du wieder Kraft dazu hast, noch mal Hilfe zu suchen. kein Druck, nur eine Empfehlung aus meiner Erfahrung. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir nicht nur Kraft, sondern auch Freude und Unbeschwertheit immer wieder mittendrin.
    Ganz liebe Grüße
    Katrin

  17. Silke 2 Wochenvor
    Antworten

    Liebe Anke,
    I feel you. Ich habe ähnliche Erfahrungen jedoch mit anderen Ursachen gemacht. Mir hat geholfen strenge Nachrichtendiät, und Stoizismus (ich lese oder gucke keine Nachrichten mehr, da ich die Dinge ohnehin nicht ändern kann), auch Reduzierung von freiwilligen Aufgaben, wie du es machst und eine Kur (danke deutsche Krankenversicherung).

    Ich lese weiter sehr interessiert, was du schreiben willst. Ich würde auch gerne selbst bloggen, aber das wäre mir zu viel. Schon bei der Organisation des Berliner Nähtreffens musste ich unterwegs abbrechen, weil ich gemerkt habe, dass es mich zu überfordern drohte.

    LG Silke

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