Eine gefühlte Ewigkeit…

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… habe ich für diesen Strickmantel gebraucht. Und auch wenn er bereits eine Weile fertig ist, sind erst heute gute Fotos verfügbar. Begonnen habe ich im Anfang Juli im Sommerurlaub. Mir war bereits am Anfang klar, dass ich für dieses Strickprojekt länger benötige, aber mit gut 4 Monaten hätte ich dennoch nicht gerechnet.

An der Anleitung lag es mit Sicherheit nicht, die ist gut beschrieben, auch wenn ich mit den angegebenen Längen gehadert habe, aber dazu später mehr. Das Muster – ein Mini-Zopfmuster, bei dem immer nur zwei Maschen „verzopft“, also vertauscht werden – ist schon sehr aufwendig zu stricken. Der Tipp der Strickqueen, ohne Zopf- bzw. Zusatznadel zu arbeiten, machte mich nicht wirklich schneller. Ich hatte eher das Gefühl, ich verstricke mich noch öfter.

Denn das war das eigentliche Problem beim Cardigan: gefühlt habe ich diesen doppelt gestrickt. Ich kann mich nicht erinnern, wie oft ich aufgetrennt habe. Und da ich Mohairwolle verstrickt habe, war das Auftrennen auch nicht einfach. Die Härchen verknoten sich und wollten sich nur schwer voneinander trennen lassen.

Einen kleinen Fehler habe ich dennoch in der Jacke. Der entstand ziemlich am Anfang im Rückenteil. Hier habe ich eine Reihe den Zopf nicht versetzt. Man sieht es aber nur bei genauerem Hinsehen, dass hier etwas komisch ist. Im späteren Verlauf habe ich diese Art von Fehler häufiger gehabt, aber immer korrigiert.

Ich habe zuerst in der angegebenen Ärmel- und Gesamtlänge gestrickt. Bei den Ärmeln war mir sofort klar, die will ich am Ende verlängern. Da ich aber nicht wusste, wie weit mein Wollvorrat reicht, habe ich erstmal alles nach Plan gestrickt.

Wenn man die Originalfotos des Cardi Cocoon sieht, dann sehen die Ärmel schon sehr kurz aus ab der Schulternaht, aber an der Frau reichen sie dann doch bis zum Handgelenk. Auch die Länge sieht angezogen anders aus als bei mir. Ich schätze also, dass Anne Ventzel um einiges kleiner ist und eine eher zierliche Person. In den Grunddaten stand das leider nicht dabei. So musste ich am Ende meine Anpassungen machen und teilweise den Bund nochmal aufribbeln.

Jetzt bin ich aber mit der Länge zufrieden. Ich habe nach unten dann soweit gestrickt, wie die Wolle reichte und der Strickmantel ist schön lang geworden.

Der Cardi Cocoon ist wirklich ein Traum von einer Strickjacke. So weich und umhüllend. Nach langer Suche nach passender, aber nicht ganz so teurer Wolle habe ich Saga (Filcona) mit Kids silk mohair (Drops) kombiniert. Das war zwar immer noch ordentlich Geld, aber bei Weitem nicht so teuer wie die Original-Strickpakete.

Der Cardigan soll eigentlich Teil meiner Weihnachtsgarderobe werden. Ich bin gespannt, ob es dieses Jahr noch einen entsprechenden Sew Along geben wird. Ich wär in jedem Fall dabei.

Modell: Cardi Cocoon von Anne Ventzel

Wolle: Saga von Filcona in Very light grey über Wollen Berlin + Kids silk mohair in jeansblau und Mondschein von Drops über Algawo

Kosten: ca. 100 €

2 Kommentarte
  1. Susanne 3 Wochenvor
    Antworten

    Ein kuscheliges Träumchen, so schön!
    Anpassen von Stricksachen dauert natürlich, durch das Ribbeln und neu stricken, um einiges länger, als Anpassungen beim Nähen, aber dafür hast du jetzt ein zeitloses Stück, das du lange und gerne tragen kannst.
    LG von Susanne

  2. […] zu meinem Cardi Cocoon, den ich euch in meinem letzten Beitrag gezeigt habe, möchte ich mir aus einem feinen, leichten […]

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